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            Ü Vertiefungsphase

 

Ist man endlich mit der Erarbeitungsphase fertig, ist noch genug Zeit, die bis jetzt schnell zusammen gehämmerten Skripten Korrektur zu lesen und Stellen, an denen man Probleme hatte, zu vertiefen – allerdings nie zu tief! Man darf sich auf keinen Fall verbeißen.

 

Literaturauswahl

Die Vertiefung lässt sich auch sehr gut mit kompakten Lehrbüchern oder Studienkommentaren verfolgen. Mit Hilfe des Kommentars lassen sich sehr gut Fehler in den eigenen Ausarbeitungen aufdecken und bisher nicht als solche erkannte Probleme vertiefen. Literaturliste s.u. Ich habe natürlich nicht die Kommentare von Kropholler oder Joecks von vorne bis hinten durchgearbeitet sondern gezielt die Normen herausgesucht, bei denen viele Probleme bestehen und die besonders klausurträchtig sind.

 

Zeiteinteilung

Zur Vertiefung habe ich ca. 3 Monate benötigt, die Kommentare nicht an einem Stück durchgearbeitet (man würde ja verrückt), sondern nach und nach verarbeitet. Die Vertiefungsphase endet allerdings nicht abrupt sondern zieht sich parallel zur Wiederholung weiter fort. So habe ich mir das gesamte Zivil- und Strafprozessrecht sowie Joecks Studienkommentar erst während der Wiederholungsphase ca. 5 Monate vor dem Examen vorgenommen.

 

Arbeitsmethode

Der Vorteil einer Computerskripts macht sich hier besonders bemerkbar: Fehler können ohne weiteres korrigiert werden, neue Erkenntnisse ohne Probleme an den passenden Stellen eingefügt werden. Wichtig ist zu beachten, dass die Skripten nie fertig sein werden. Ich bearbeite sie – auch jetzt noch – immer weiter. Ein Skript befindet sich also ständig im Aufbau und Umbau. Es muss ständig hinterfragt werden, ob das Geschriebene richtig ist und welche Informationen aus dem Skript heute überflüssig sind; denn häufig sind Themen, an denen man sich früher fast die Zähne ausgebissen hat, nach ein paar Wochen das Selbstverständlichste der Welt und nicht einmal mehr einer Erwähnung wert. Das führt dann auch dazu, dass die Skripten im Laufe der Zeit nicht weiter anwachsen, sondern im günstigsten Fall sogar im Umfang schrumpfen.

 

Lerngemeinschaften

Eine Lerngemeinschaft ist in der Erarbeitungsphase denkbar ungeeignet, denn erarbeiten muss den Stoff jeder selbst. Bei der Vertiefung und besonders bei der Wiederholung ist es allerdings nicht verkehrt, sich mit anderen Studenten auszutauschen. Dies kann helfen, eigene Schwächen aufzudecken. Allerdings sollten die Lerngemeinschaftskollegen möglichst alle den gleichen Kenntnisstand aufweisen. Ich persönlich hatte eine AG mit zwei Freunden geplant. Die wollten allerdings zuerst einen 6 Monatskurs bei einem kommerziellen Repetitor machen und danach mit der AG anfangen. Als der Kurs fertig war, stellten wir aber fest, dass unser Kenntnisstand mittlerweile so unterschiedlich war, dass eine AG nur noch wenig Sinn machte, leider.

 

 

Literaturempfehlungen zur Vertiefung:

   

    Zivilrecht

Ø      Kropholler StuKo

Ø      20 Probleme aus dem BGB (inklusive Familien-, Erb-, Gesellschafts- und Handelsrecht)

Ø      Hemmer Classics Zivilrecht

Ø      Prüfe dein Wissen (AT, SchuR AT und BT, Sachenrecht), nicht unbedingt erforderlich

 

    Strafrecht

Ø      Joecks StuKo

Ø      20 Probleme aus dem StGB (AT, BT)

Ø      Hemmer Classics Strafrecht

 

    Öffentliches Recht

Ø      Alpmann Schmidt

Ø      Giemulla/Jaworsky/Müller-Uri